Willkommen!


Auf den folgenden Seiten finden Sie einen Einblick in meine Arbeit als Kulturwissenschaftlerin, Autorin und als jemand, der praktisch auf dem Feld der Sozialen Plastik tätig ist.


In der einstigen Weltsprache Latein gehört humus zur selben Wortfamilie wie humanus, was "menschlich", "menschenwürdig" und auch "fein gebildet" heißt. Bedeutet das, die Fruchtbarkeit unserer Erde und Menschlichkeit sind untrennbar ineinander verwoben? Und scheint es nicht mitunter, als schwinde überall in der Welt die Humanität, so, wie in großem Maßstab der Humus erodiert?

Diese Fragen bewegen mich. Sie deuten auf Bezüge zwischen meinem bäuerlichen Ursprung – der Kindheit in einem rheinhessischen Dorf – und meiner jetzigen Arbeit. Und sie erhellen, wie nötig Verbindungen mit jener Mitte im Menschen sind, worin alles Lebendige zu Bewusstsein gelangen will. Man kann das mit Paul Klee das „Herz der Schöpfung“ nennen.

Solche Zugänge zu erschließen dürfte heute eine zivilisatorische Notwendigkeit geworden sein. Und zugleich beinhaltet das einen zutiefst schöpferischen Prozess.

Sind wir also tatsächlich alle Künstler? Oder fordert der Zustand der Welt dazu auf, es zu werden? Jedenfalls trenne ich in meiner Arbeit immer weniger zwischen Wissenschaft, Kunst und Leben.


Kompostieren: Abfall, wie hier aus der Küche, wird zu neuem Humus. Was lehrt das für die Aufgabe, neu Humanität zu schaffen?

Foto: Hildegard Kurt